So läuft eine Kursstunde ab
Jede Stunde beginnt an der flachen Seite des Beckens: ankommen, Wasser spüren, Vertrauen fassen. Erst danach folgen die Übungen – Blubbern, Spritzen, das Gesicht ins Wasser halten, später kurzes Untertauchen und die ersten Gleitversuche. Nichts davon passiert unter Zwang. Ein Kind, das heute nicht untertauchen möchte, taucht eben nächste Woche – Erfahrung zeigt, dass Geduld schneller zum Ziel führt als Überredung.
Geleitet werden die Kurse von Kursleitern, die als DLRG-Rettungsschwimmer ausgebildet sind und eine Erste-Hilfe-Ausbildung haben. Sie sind während der gesamten Stunde im oder direkt am Becken. Für Sie als Eltern heißt das: Sie können vom Aufenthaltsbereich aus zuschauen, müssen aber nicht mit ins Wasser.
Wenn Ihr Kind Angst vor Wasser hat
Ein Kind, das am Beckenrand weint oder sich festklammert, ist für uns kein Problemfall, sondern der Normalfall – gerade in der Wassergewöhnung. Wir zwingen niemanden ins Wasser. Stattdessen darf Ihr Kind erst einmal nur zuschauen, die Füße reinhalten oder am Rand sitzen bleiben. Erfahrungsgemäß dauert es ein bis zwei Termine, bis die Neugier größer ist als die Skepsis – und dann geht es meist schneller voran als bei Kindern, die von Anfang an mutig waren.
Was Sie mitbringen: Badesachen, ein Handtuch und etwas zu trinken. Alles andere ist da. Und was Sie besser nicht mitbringen: Erwartungen. Kinder spüren sehr genau, ob sie etwas schaffen sollen – und ausgerechnet dieser Druck bremst das Schwimmenlernen am stärksten.
Wenn Ihr Kind sich sicher im Wasser bewegt, ist der Weg in den Seepferdchen-Kurs der nächste logische Schritt. Viele Kinder wechseln nach ein bis zwei Kursblöcken – wann genau, besprechen wir gemeinsam mit Ihnen und richten uns dabei nach Ihrem Kind, nicht nach dem Kalender.